Bist Du auch ein Scanner?

Scanner machen das Leben bunterIch hab‘ lange gebraucht, bis ich dahinter kam.
Dass ich ein Scanner bin, ein buntes Zebra… (laut Barbara Sher und Anne Heintze, zwei Damen, die sich sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigen.)

Zig Projekte gleichzeitig am Laufen gehabt, kaum war das eine fertig, hatte ich das nächste schon längst im Kopf. Ideen ohne Ende.

Da waren immer so viele Themen gleichzeitig, die mich anmachten: Die Zahlen im Controlling, das Organisieren von Firmen, die bunten Farben beim Malen, die Musik in einer Band, vielleicht noch Komponieren? Reden halten oder als Comedian vor Leuten auftreten (Texte waren schon geschrieben), Häuser renovieren, Flugschein machen, mich spirituell weiterzuentwickeln und und und….

Und die Stimmen da draußen, die sagten:“ Mach‘ doch erstmal eins fertig, bevor du das nächste anfängst!“ Oder: „Nix macht sie fertig!“

Und immer wieder fand ich mich entweder in der Situation, mich rechtfertigen zu wollen (oder meinte, zu müssen) oder den Versuch zu unternehmen, eine Balance zwischen all diesen Dingen herzustellen, die mich umtrieben.

Bis ich irgendwann verstand, dass es um etwas ganz anderes geht:

Es geht nicht darum, mit Gewalt eine Balance zwischen all den Begabungen und Ideen herzustellen. Wie soll das auch funktionieren? Jeder Bereich bekommt den gleichen prozentuellen Anteil, damit keiner beleidigt ist? Und da halte ich mich dann nach einem Stundenplan dran? Das erzähl‘ mal einem kreativen Geist, der nachts um zwei Uhr aufwacht und einen kompletten Vortrag in den Laptop eintippen muss, weil der eben JETZT da ist. Dafür dann morgen nur noch 20 Minuten kreative Ideen im Zeitplan – klappt prima!

Es geht darum, jedem Teil, der auftaucht, ohne schlechtes Gewissen so weit nachzugehen, wie es sich für mich richtig und stimmig anfühlt.

Da kann eine Idee auftauchen, von der ich sofort begeistert bin und ich fange an, Ideen zu schmieden, Notizen zu machen, Skizzen, vielleicht führe ich schon Telefonate…und an irgendeiner Stelle hakt es dann oder ich stelle fest, dass das Ganze doch nicht so aufregend wird, wie ich es mir ausgemalt hatte. Dann beende ich dieses Projekt an dieser Stelle. Und gut!
Die Projekte, die für mein Wachstum und meinen Weg wirklich von Bedeutung sind, finden immer wieder ihren Weg zu mir. Machen auf sich aufmerksam, so dass ich sie gar nicht ignorieren kann.

Seit einigen Jahren habe ich ein dickes Skizzenbuch für all meine Ideen, Zeichnungen und Notizen – da wird alles reingeschrieben, was so auftaucht. Das hat es mir wesentlich leichter gemacht. Und mich letztendlich entspannt.

Spannend allemal, zu sehen, woher diese vielen Interessen kamen, sprich, welches Thema sich hinter dieser „Vielbegabung“ versteckte und welche für MICH die Möglichkeit war, damit umzugehen.
Und mich dabei wohlzufühlen, ohne schlechtes Gewissen irgendwem gegenüber, vor allem nicht mir.

Eines ist aber absolut sicher:

Scanner sind tolle Menschen, ganz speziell, ganz besonders und immer bunt. Wenn du also einer bist, oder einem begegnest – freu‘ dich darüber. Denn sie machen das Leben farbig!

Wenn Du Dich hier irgendwie wieder erkennst, freue ich mich auf einen Kommentar von dir. Wie geht es dir mit deiner Vielbegabung? Was hilft dir dabei, ein entspannter Vielbegabter zu sein?
Du möchtest gerne ein bisschen hinter dein Scanner-Dasein schauen? Hilfestellung dabei, wie es sich leicht damit leben lässt? Dann freue ich mich über eine Nachricht oder auch einen Anruf.

 

Von Herzen, deine bunte Andrea

4 Kommentare
  • Dirk
    Gepostet um 23:46h, 14 Februar Antworten

    Hey Andrea und Dietmar,

    zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur wirklich schönen Website von Euch – da hat die „Subreality“ gut gearbeitet. Top Job.

    Und ja, auch ich bin ein Scanner und gleichzeitig ein HSPler. Habe immer viele tolle Ideen gehabt, wo ich der Zeit oftmals voraus war und sich die Dinge später real zeigten, ich jedoch nicht am Ball geblieben bin.

    Dies ist nunmehr anders – ich habe seit langem eine Vision und Idee, ein soziales Netzwerk von Reisenden (digital/real) aufzubauen, wo ein reger interkultureller Austausch stattfinden wird.

    Aktuell bzw. seit fast 2 Jahren bin ich dabei, es zum Funktionieren zu bringen. Und jeden Tag wird es immer besser……

    Warum schreib ich das? Hmm…..weil ich ganz einfach glaube, dass auch Ihr beiden stets an Euch geglaubt habt, weshalb jetzt vieles von allein passiert…..und es nur die „logische“ Konsequenz Eures Wirkens ist….und das ist gut so. 😉

    • Andrea
      Gepostet um 09:30h, 15 Februar Antworten

      Lieber Dirk,
      Danke von Herzen für deine Nachricht.
      Und danke für dein Kompliment! Ich bin schon sehr gespannt, was hier noch alles entstehen darf.

      Als ich noch nicht wusste, dass ich mehr Begabungen als freie Zeit habe, war das sicher nicht immer so, dass ich an mich geglaubt habe 😉 (und auch heute gibt es sicher mehr als genug Momente, in denen ich an mir zweifle).

      Aber ich kann sehr gut nachvollziehen, was Du beschreibst.
      Eine Vision kann einen richtiggehend fesseln, so wie du es von deiner beschreibst.
      Ich werde mich auf jeden Fall in deiner Community umsehen und wünsche dir weiter ganz viele fesselnde Momente mit deiner Vision.
      Herzliche Grüße, Deine Andrea

  • Christian Brosch
    Gepostet um 18:42h, 13 März Antworten

    Scanner? Ja definitiv. HSP? Japp. Früher überfordert mit all den Möglichkeiten und Wahrnehmungen weiss ich jetzt seit mehr als 10 Jahren, wie ich meine Talente bestmöglich einsetzen kann und lasse andere auch gerne daran teilhaben. Workshops, Seminare für HSP´ler – wobei ich den Terminus „erweitertes Wahrnehmungsspektrum“ sehr viel passender finde, da weniger wertend und daher viel besser geeignet um damit zu arbeiten.Oftmals sind Menschen überfordert mit Ihren Wahrnehmungen als HSP´ler und genau da findet sich mein Ansatz. Ich biete Anlaufstelle und Community sowie Ausbildung im Umgang mit den Sinneskanälen der besonderen Art. Ich bin euch, Andrea und Dietmar sehr dankbar für eure Arbeit und erinnere mich sehr gerne an „unseren“ Abend in Augsburg. Wann immer Ihr in der Gegend seit, freue ich mich auf fruchtbaren Austausch mit euch. Liebe Grüsse aus Augsburg, Christian

    • Andrea Harbeck
      Gepostet um 19:24h, 13 März Antworten

      Lieber Christian,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar!
      Deine beschriebene Erfahrung kann ich absolut unterschreiben und teilen.
      Als ich nocht nichts davon wusste, dass ich Scanner bin, versuchte ich, all dem hinterherzukommen und gerecht zu werden.
      Ganz schön anstrengend für das System auf Dauer 😉
      Und genau das Umgehen mit dem Scanner-Leben und der Hochsensibilität ist mir in meiner Arbeit ein großes Anliegen.
      Zu kultivieren, wenn man mehr wahrnimmt als andere – ich finde deinen Ausdruck „erweitertes Wahrnehmungsspektrum“ sehr passend.
      Und wir werden uns sicherlich in nicht allzu weiter Ferne wiedertreffen, lieber Christian!
      Fühl‘ dich umarmt, Andrea & Dietmar

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